fasten-ZEIT mit oder ohne Fleisch, 12.04.2017

und seine FreundeBei einem Infoabend über die letztjährige  Partnerschaftsreise nach Tansania erfuhr ich viel mehr als nur etwas über die Partnerschaft. Die Luther-Melanchthon Gemeinde verbindet seit 25 Jahren eine intensive Beziehung mit Gemeinden in der Gegend von Mwanza am Viktoriasee. An dem Abend beeindruckte Pastor Thorsten Rose mit seinem Wissen über die Entwicklung in der wachsenden Kirche in  Tansania. Dr. Matthias Grottker führte sehr eindrücklich die Bedeutung von sauberem Trinkwasser für eine gute menschliche und ökonomische Entwicklung vor Augen, und wie leicht und komplex und kompliziert  zugleich es ist, wenn man in einer Nord-Süd-Partnerschaft unterstützend tätig sein will. Zu einem leckeren Imbiss gab nicht nur selbstgemachte Samosas (Landestypische Pasteten mit und ohne Fleisch),  sondern auch eine Einführung in das Konzept des „virtuellen Wassers“ (wenn jemand mehr wissen möchte – bitte einem Kommentar schrieben).

Es wurde deutlich, dass weniger Fleischkonsum hier – nicht nur den Tieren gut tut (und uns Menschen), sondern auch der gesamten Nachhaltigkeitsbilanz und den Menschen in den Ländern des Südens. Denn wenn im Süden weniger Wasser und Futter missbraucht wird, um Fleisch für unsere Nord-Mägen zu produzieren, müssen viel wenige Menschen im globalen Süden Hungers leiden.
Im Sinne der alten Weisheit: „Think global – act local“ … also „global denken und lokal handeln“, setzte die „Luther leuchtet“  Projektleiterin Gesa Hollaender solche Erkenntnisse eindrücklich in einen vorsichtigen Umgang mit dem Fleischkonsum um. (Ihr Rolf Martin)
Hier ihr Text:

Die Gemeindearbeit „Luther leuchtet“, der Kirchengemeinde Luther-Melanchthon beschäftigt sich in dieser fasten-ZEIT mit dem Thema „Fleisch“.
Wir stellen die Frage: Was bedeutet unser Fleischkonsum für uns, was bedeutet er für die Welt und auch – last but not least: Was bedeutet unser Fleischkonsum  für die Tiere (besonders die, deren Fleisch wir verzehren)?

Solchen Fragen geht eine Gruppe Woche für Woche nach. In diesem Zusammenhang  und um etwas über artgerechte Tierhaltung zu erfahren,  besuchte sie vor zwei Wochen einen Ökobauernhof:  den demeter-Bauernhof Gut Rothenhausen. Mit 20 Leuten ging es von der Lutherkirche los. Die Stimmung war gut, ebenso wie das Wetter.  Bei der Führung sahen wir zwar nicht viel von den 100 Hektar Land, dafür aber umso mehr  von den 30 Milchkühen, den 2 Wochen alten Kälbern (süß)  und dem Bullen Sven (stark). Wir erfuhren viel über die nachhaltige Tierhaltung, die Finanzierung und die Philosophie des ökologischen Hofes. Nachdem  die Führung, immer noch im strahlenden Sonnenschein, bei den reinlichen Schweinen endete, ging es mit Eisbeinen zurück ins Lutherhaus. Nein nicht mit SchweinEisBein … wir hatten einfach „sau“kalte Füsse. An den folgenden Tagen spürte man in der Gemeinde noch die Freude an der Begegnung mit den Tieren, die der Ausflug jung und alt gebracht hatte. Und viele äußerten den Gedanken, dass: „diese fasten-ZEIT meinen Umgang mit Fleisch definitiv verändern wird.“
Uns wurde deutlich:
„Durch den Einkauf im Supermarkt geht der direkte Kontakt mit dem Tier verloren. Hier auf dem Bauernhof ist das etwas anderes. Die lebenden Tiere zu sehen verändert die Sicht. Für 99cent pro Kilogramm Supermarkt-Fleisch ist eine artgerechte Tierhaltung, wie wir sie uns wünschen, einfach nicht möglich.“
und
„Wir können uns nicht aus der Verantwortung ziehen. Unser hoher Pro-Kopf-Fleischkonsum hat Folgen. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Tiere, Menschen in anderen Teilen der Welt und auch für die Umwelt. Es müssen ja nicht alle Vegetarier werden, aber weniger Fleisch auf dem Tisch ist notwendig, um das Ungleichgewicht nicht noch weiter zu verstärken.“

Übrigens: Den Abschluss der fasten-ZEIT bildete dann ein gemeinsames vegetarisches Kochen am 8. April. Lecker für Leib und Seele!

Blogartikel von Gesa Hollaender

 

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